Amsterdam,
16
mei
2017
|
09:29
Europe/Amsterdam

Blokker Holding konzentriert sich ausschließlich auf Blokker

Samenvatting

Die Blokker Holding hat beschlossen, sich ganz auf Blokker zu konzentrieren, die Ladenkette, die 1896 den Ursprung des Unternehmens bedeutete. Die übrigen Ladenketten des Konzerns (Intertoys[1], Maxi Toys, Xenos, Big Bazar und Leen Bakker) sollen verkauft werden. Durch diese neue Strategie werden in der kommenden Zeit 1.900 Arbeitsplätze wegfallen.

Die Blokker Holding operiert derzeit mit sieben Ladenkonzepten in drei verschiedenen Branchen: „Haushaltswaren“, „Spielwaren“ und „Wohnen“. Doch vor dem Hintergrund des immer schärferen Wettbewerbs und der immer höheren Anforderungen der Verbraucher müssen sich Ladenketten ständig weiterentwickeln, um konkurrenzfähig und interessant zu bleiben. Das Reaktionsvermögen, die Flexibilität und die Schlagkraft, die dafür nötig sind, erfordern einen stärkeren Fokus. Deshalb konzentriert sich die Blokker Holding in Zukunft nur noch auf die Ladenkette Blokker. Auf diese Weise wird die führende Stellung im Bereich der Haushaltswaren gesichert und weiter ausgebaut. Die Blokker Holding beabsichtigt, die anderen Konzernteile bei neuen Eigentümern unterzubringen, bei denen ihnen die Aufmerksamkeit gewidmet werden kann, die sie für den Erhalt der Kundenwertschätzung und weiteres Wachstum brauchen.

 

Wichtigste Punkte

• Blokker führt die Erneuerung fort:

o Der Neueste Blokker - wird fortgesetzt, so dass 2018 ein landesweites Netzwerk aus über 400 neu eingerichteten Geschäften in den besten Lagen mit vollständiger Anbindung an Blokker.nl entsteht.

o Blokker schließt bis April 2018 etwa 100 Geschäfte. Es handelt sich dabei um die Geschäfte, die dauerhaft Verlust erwirtschaften und meist an für Blokker ungünstigen Standorten stehen.

o Das Sortiment, die Preisgestaltung und die Verfügbarkeit der Produkte werden verbessert.

o Die Belieferung der Blokker-Geschäfte erfolgt zentral über ein Vertriebszentrum im niederländischen Geldermalsen. Die Arbeiten im Vertriebszentrum in Mijdrecht werden schrittweise heruntergefahren. Das E-Vertriebszentrum in Gouda wird beibehalten, um die stark steigende Zahl der Online-Bestellungen abzuwickeln.

o Blokker Belgien verbessert ebenfalls sein Ladennetzwerk und seine Gewinnträchtigkeit. Das Vorhaben zur Schließung von 69 Geschäften wurde bereits im Februar dieses Jahres angekündigt.

Nextail, der erfolgreiche Online-Zweig der Blokker Holding, bleibt weiterhin ein wichtiger Motor des Online-Verkaufs und E-Commerce von Blokker in den Niederlanden und in Belgien und – voraussichtlich – auch für die zu verkaufenden Ladenketten und eventuelle externe Partner.

Marskramer wird als Franchisekonzept fortgesetzt. Die restlichen etwa 100 eigenen Geschäfte werden geschlossen.

• Die Blokker Holding sucht neue Eigentümer für die fünf übrigen Ladenkonzepte Intertoys (Intertoys/Bart Smit/Toys XL), Maxi Toys, Xenos, Big Bazar und Leen Bakker.

• Ein Teil der Mitarbeiter der Hauptverwaltung der Holding wird bei den Ladenketten eine neue Anstellung bekommen. Die übrigen Stellen werden abgebaut und verfallen im Laufe der Zeit.

• Durch die angekündigte Schließung von Blokker- und Marskramer-Geschäften, die Verlegung der Logistik von Blokker und den Abbau der Hauptverwaltung werden in einem Zeitraum von zwei Jahren etwa 1.900[2] Arbeitsplätze verloren gehen. Die Einzelheiten zu den zu schließenden Ladenstandorten und den personellen Konsequenzen werden in den kommenden Monaten näher ausgearbeitet. Die Blokker Holding hat mit den Betriebsräten einen Sozialplan vereinbart. Damit wurde auch ein Auffangnetz für die Kollegen geschaffen, die ihre Stelle verlieren. Es ist vorgesehen, die übrigen Ladenketten in „intaktem Zustand“ zu verkaufen. Die Beschäftigten dieser Unternehmen werden dann bei den neuen Eigentümern unterkommen können. Bei den zu verkaufenden Ladenketten arbeiten etwa 13.500 Beschäftigte im In- und Ausland.

• Zu den angekündigten Maßnahmen wird eine Stellungnahme des Gesamtbetriebsrats oder der Betriebsräte der einzelnen Tochtergesellschaften eingeholt.

• Die Gesellschafter stehen hinter den Plänen. Die Blokker Holding ist finanziell gesund und besitzt mehr als ausreichende finanzielle Mittel für die Durchführung der Pläne.

• Die angekündigten Maßnahmen werden die Gewinnträchtigkeit des Konzerns in den kommenden Jahren beeinträchtigen. Es wird für die kommenden Jahre noch mit einem Nettoverlust gerechnet. Das Jahresergebnis und der Jahresabschluss 2016 werden im Juni veröffentlicht.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass diese Ankündigung weitreichende Folgen für unsere Mitarbeiter hat. Bei Blokker, Marskramer und in der Hauptverwaltung der Holding werden Stellen verloren gehen. Das ist ein einschneidender Beschluss für unsere Kollegen, die tagtäglich mit viel Einsatz unsere Kunden bedienen und im Hintergrund zu der Modernisierung der verschiedenen Ladenketten beitragen. Diese einschneidenden, aber unvermeidlichen Maßnahmen werden dazu führen, dass Blokker für seine Online-Kunden und die Ladenkundschaft mit einem guten Sortiment wichtig ist und bleibt. Gleichzeitig haben wir vollstes Vertrauen, dass unsere anderen Ladenkonzepte bei einem neuen Eigentümer eine sichere Zukunft haben werden.
Casper Meijer, CEO der Blokker Holding

[1] Intertoys = Intertoys, Bart Smit und Toys XL

[2] Schätzung: von den 1.900 Arbeitsplätzen, die im Konzern voraussichtlich verloren gehen, betrifft der größte Teil Blokker und Marskramer (bei Blokker in den Niederlanden und im Vertriebszentrum Mijdrecht ca. 800 und bei Marskramer ca. 550).